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Glossar

Werbezeitplaner (Ad Scheduling)

Der Werbezeitplaner steuert, zu welchen Tageszeiten und Wochentagen Anzeigen einer Kampagne ausgespielt werden — operativ wichtig für B2B-Setups mit Bürozeiten und Branchen mit klaren Aktivitäts-Mustern.

Performance Marketing/Stand 11. Mai 2026/2 Min Lesezeit

Standard-Definition

Der Werbezeitplaner (auf Englisch Ad Scheduling) ist die Google-Ads-Funktion zur Steuerung, zu welchen Tageszeiten, Wochentagen und gegebenenfalls in welchen Zeit-Zonen Anzeigen einer Kampagne ausgespielt werden. Die Funktion erlaubt sowohl harte Ein-/Aus-Schaltung pro Zeit-Slot als auch Gebots-Modifikatoren (z.B. +20 Prozent Gebote zwischen 9-12 Uhr werktags). Werbezeitplaner ist Teil der Standard-Kampagnen-Steuerung in Search-, Display- und Video-Kampagnen — bei Performance Max und Smart-Shopping nur eingeschränkt steuerbar. Mit der Google-Ads-Pacing-Änderung ab Juni 2026 verändert sich die Wirkung des Werbezeitplaners substanziell: das eingestellte Monatsbudget wird ab dann auch bei engen Zeitfenstern voll ausgegeben.

Was das in der Mandate-Praxis bedeutet

Der Werbezeitplaner ist eines der unterschätztesten Steuerungs-Elemente — und gleichzeitig häufig falsch verwendet.

Erstens, der reflexartige B2B-Bürozeit-Setup ist oft falsch. B2B-Werbetreibende setzen routine-mäßig den Werbezeitplaner auf Mo-Fr 8-18 Uhr, weil „außerhalb der Bürozeit nicht recherchiert wird". Empirische Daten widersprechen oft: 25-40 Prozent der B2B-Recherchen finden außerhalb klassischer Bürozeiten statt — abends, am Wochenende, in Vorbereitung auf Meetings. Wer den Werbezeitplaner zu eng setzt, schließt qualifizierten Recherche-Traffic aus. Mandate-Empfehlung: in der initialen Phase ohne Werbezeitplaner-Einschränkung laufen lassen, Performance-Daten nach Tageszeit analysieren, dann gegebenenfalls anpassen.

Zweitens, die Wechselwirkung mit Budget Pacing ist seit Juni 2026 anders. Bis Mai 2026 hat Google bei engen Zeit-Fenstern das Monatsbudget anteilig begrenzt — wer Mo-Fr 8-18 Uhr aktivierte, gab automatisch weniger als ein theoretisches 30-Tage-volle-Stunden-Budget aus. Ab Juni 2026 wird das volle Monatsbudget ausgegeben, auch bei engen Werbezeitplaner-Einstellungen. Das macht den Werbezeitplaner zum reinen Verteilungs-Instrument, nicht mehr zum impliziten Budget-Beschränker.

Drittens, Smart-Bidding reagiert anders auf Werbezeitplaner als manuelle Gebote. Bei manuellen Geboten ist „nicht ausspielen außerhalb von Zeit-Fenstern" einfach. Bei Smart Bidding kann der Algorithmus innerhalb der gewählten Zeit-Fenster aggressiver bieten, wenn er erwartet, dass die Conversion-Wahrscheinlichkeit dort höher ist — was zu höheren CPCs als erwartet führt. Wer Werbezeitplaner und Smart Bidding kombiniert, sollte die Resultate nach 2-4 Wochen prüfen und gegebenenfalls Target-CPA oder Target-ROAS anpassen.


Kategorie: Stack und Technical (4 Einträge)

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